In den
Osterferien bin ich mal wieder ein bisschen rumgekommen. Wobei „Bisschen“
reichlich untertrieben ist. Ich habe die „EQI Outback safari“ gemacht – eine
Reise durchs Outback zum Ayers Rock speziel fuer Austauschschueler – und hatte
den besten Urlaub meines Lebens. Wir waren in melbourne, adelaide, coober pedy,
am Ayers Rock, Kata Tjuta, Kings Canyon und in Alice Springs. Geschlafen haben
wir in einem alten Gefaengnis in Gladstone, unter der Erde in Coober Pedy,
unter den Sternen am Kings Creek und (heimlich in Alice Springs) und ansonsten
in Zelten. Bei manchmal nur 8 Grad nachts und tagsueber bis zu 30 Grad. Oft
saSen wir stundenlang – den ganzen Tag manchmal – im Bus um die groSe Strecke
zu bewaeltigen. Insgesamt haben wir in den 10 Tagen 8263km zurueck gelegt –
3410km davon per Bus. Alles in allem war es eine unglaublich wunderbare reise
und einzigartige Erfahrung. https://www.dropbox.com/sh/sg9d7vu3dm3uiov/AACnamih-NikGR5m-23yLYwoa?dl=0
Tag 1: Brisbane -> Melbourne (1800km)
Flug nach Melbourne. Habe schon ein paar Leute kennen gelernt und da wir erst
gegen spaet nachmittag angekommen sind, haben wir nur Abendbrot gegessen und
noch ein bisschen alle zusammen gestanden und geredet und Musik gehoert. Es ist
so kalt hier! Circa 15 Grad *brrr*
Tag 2: Melbourne (0km)
Heute haben wir den Tag frei gekriegt um Melbourne in Kleingruppen zu erkunden.
Wir sind ueber die Queen Victoria markets gegangen, waren am Federation Square
(wo es eine Demonstration gab) und auf dem Skytower und haben uns beim Shoppen erstmal
alle mit warmen Pullovern eingedeckt. Lena und ich sind mit Helena und Sissi
und einer groSen Jungsgruppe gegangen. Mit Helena und Sissi verstehen wir uns
richtig gut J
Tag 3: Melbourne -> Great Ocean Road ->
Naracoorte (450 km)
Am dritten Tag sind wir groeStenteils nur Richtung Naracoorte gefahren und
haben einen Abstecher zur Great Ocean Road gemacht. Das war eigentlich gar
nicht geplant und ich habe mich total gefreut, weil ich schon immer mal zu den
12 Aposteln hin wollte und schon dachte, dass ich die Moeglichkeit nicht
bekommen werde. Spaeter haben wir noch am Blue Lake gestoppt – ein See im alten
Vulkankrater von Mt Gambier. Abends haben wir in Naracoorte near Mt Gambier in
einem alten verlassenen Haus (Bunkhouse) geschalfen. Da wir nicht genug
Schluessel hatten, musste ein Raum aufgebrochen werden. Es gab nicht genug
Betten, ich hab freiwillig auf dem Boden geschlafen und das Wasser in den
Duschen war kalt. Wir kriegen kein frisches Essen mehr, weil es hier natuerlich
keine Einkaufsmoeglichkeiten mehr gibt und deshalb ist ein GroSteil des Essens
nur aus Pulver und Wasser und ich kriege nach jedem Essen Magenkraempfe.
Tag 4: Naracoorte -> Adelaide -> Gladstone Gaol
(550km)
In Adelaide waren wir leider nur eine Stunde, in der wir uns Mittag essen
kaufen mussten. Es war kalt und hat geregnet und wir haben nicht viel von der
Stadt gesehen. Aber wir sind an ein paar der -typisch fuer Adelaide- Kirchen
vorbeigefahren. Nach dem kurzen Zwischenstopp ging die Reise weiter Richtung
Gladstone. Dort ist ein altes Gefaengnis, und nachts schliefen wir in alten
Zellen. Abends gab es dort eine Geisterfuehrung, aber leider war sie gar nicht
gruselig... Angeblich ist das Gefaengnis verspukt, aber wir haben keine Geister
zu sehen bekommen.... Naja vielleicht auch besser so :D
Tag 5: Gladstone
-> Coober Pedy (660 km)
Auf unserer heutigen Reise Richtung Coober Pedy, haben wir viele Salzseen
passiertHeute sind wir nach Coober Pedy gefahren – der Weltopalstadt. Da diese
Stadt mitten in der Wueste ist, wird es dort im Sommer bis zu 54 Grad warm. Die
Bewohner haben ihre Wohnungen deshalb unter der Erde in alte Minen gebaut. Wir
hatten eine Opalfuehrung und haben den Abend in der einzigen Untergroud
spielehalle (?) der Welt verbracht. Der Sonnenuntergang hier in der Wueste ist
atemberaubend schoen. Wie alle anderen Bewohner der Stadt, haben wir heute
unter der Erde geschlafen.
Tag 6: Coober Pedy -> Grenze -> Kings Creek
Station (ca. 1000 km)
Heute haben wir bei Sonnenaufgang gefruehstueckt und sind anschlieSend zur
Kings Creek Station gefahren.Wir sind jetzt nur noch 350 km vom Ayers Rock
entfernt! Und ca. 36 km vom Kings Canyon, welchen wir uns morgen ansehen
werden. Abends haben wir im Kings Creek Station Camp geschalfen und haben dort
abends nach dem Abendbrot eine „Modelshow“ gemacht. Diese Modelshow bestand
darin, dass wir Maedels die Jungs als Maedchen verkleidet haben. Das war
ziemlich witzig. AnschlieSend haben wir ein Lagerfeuer gemacht und Marshmellows
gegessen. Heute Nacht durften wir drauSen unter den Sternen schlafen. Wir haben
sooo viele Sterne und Sternschnuppen gesehen.
Tag 7: Kings Creek Station -> Uluru (ca. 280
km)
Morgens sind wir frueh
zum Kings Canyon aufgebrochen. Der Kings Canyon ist Teil und Hauptattraktion
des Watarrka-Nationalparks im australischen Northern Territory. Er befindet
sich 245 Kilometer Luftlinie[1] südwestlich von Alice Springs im Amadeus-Becken
und bildet den westlichsten Teil der George Gill Range. Seine imposanten
Felswände von teilweise über 100 Metern Höhe und seine dank eines ganzjährig
wasserführenden Billabongs hohe Biodiversität machen ihn zu einem beliebten
Touristenziel im Red Centre. Wir haben den Kings Creek Walk gemacht, der am
Kings Creek entlang in den Canyon hineinführt. Am Ende befindet sich eine
Aussichtsplattform, die einen guten Blick auf die steilen Felswände ermöglicht.
Hin und zurück ist die Strecke 2,6 Kilometer lang, wofür eine Stunde
veranschlagt wird. Der Weg endet an der Plattform, da der dahinterliegende Teil
den lokalen Aborigines heilig ist; es ist nicht erlaubt, von dort aus weiter
entlang des Creeks bis zum Pool am Ende der Schlucht zu gehen oder die
Oberkante des Canyons zu erklimmen.
AnschlieSend sind wir schnell zum Ayers Rock Resort gefahren um unsere Zelte
fuer heute Nacht im Hellen auf zu bauen und Lunch zu essen. AuSerdem mussten
wir Maedchen uns umziehen, da wir nicht erlaubt waren kurze Hosen zu tragen,
denn es koennte aufreizend fuer die Aboriginals wirken. (wir haben letztendlich
nicht einen einzigen Aboriginal gesehen...)
Danach ging es weiter zur kata Tjuta aussichtsplatform. Von dort aus sind wir
endlich zum Uluru gefahren. Nach 7 Tagen sind wir endlich am Hauptziel der
Reise angekommen. 4740 km zurueck gelegt und nun waren wir endlich dort. Wir
haben den Sonnenuntergang angeschaut und es ist wirklich unglaublich wie die
Farben des Uuru’s sich mit der Sonneneinstrahlung veraenderen. Den
Sonnenuntergang dort zu verbringen war von da her wunderschoen.
Spaeter sind wir nach einem sehr langen Tag zurueck zum Ayers rock resort,
haben nach dem Abendbrot noch ein Lagerfeuer gemacht und die vielen
Sternschnuppen beobachtet.
Tag 8: Uluru -> Alice Springs (470 km)
Heute sind wir wieder zum
Uluru gefahren. Eigentlich wollten wir hochwandern, aber die Aboriginals wollen
das nicht so gerne und heute war es sowieso geschlossen, weil es zu windig war.
Angeblich sei es auch recht gefaerlich und jeden Monat wuerde mindestens eine
Person beim Besteigen sterben. Stattdessen haben wir den Base Walk gemacht und
sind 8km um den Ayers Rock auSenrum gewandert. Mittags hatten wir noch einen
Vortrag im Cultural Centre. Eigentlich sollte der ueber Aboriginals und ihre
Geschichten sein, aber im Prinzip hat sie uns nur versucht klar zu machen wieso
wir Ayers Rock nicht climben sollten.
Dann ging es wieder auf lange Reise Richtung Alice springs. Zwischendurch
stoppten wir auf einer Kamelfarm um auf Kamelen zu reiten. Wir sind gegen 7Uhr
abends in Alice Springs angekommen und abends gab es noch eine Reptile Show.
Wir haben Schlangen und Lizards gestreichelt.
tag 9: Alice Springs (0km)
Am letzten Tag hatten wir morgens eine „Dreamtime & Bushtucker Tour“. Dort
haben wir viel uber das Leben der Aboriginal und wie es sich veraendert hat
gelernt, haben Witchetty grubs (Made) und kangaroo tail (Kaenguruhschwanz)
gegessen und viele verschiedene getrocknete Fruechte. Natuerlich haben wir auch
einen Boomerang werfen koennen. AnschlieSend waren wir shoppen in Alice
springs. Alle Nicht-Aboriginals haben dort total Angst vor den Aboriginals und
jeder hat uns gewarnt nicht mit ihnen zu reden. Ich habe trotzdem mit zwei
Aboriginals gesprochen als sie uns angesprochen haben und ich fand, dass sie
eigentlich ganz nett waren. Sie fanden es total begeistern, dass wir von so
weit weg sind und meinten ich wuerde wie „die eine von ABBA“ aussehen....? Wie
auch immer - am Ende haben sie nach
Feuerzeug und Zigaretten gefragt, aber das kriegt man doch in Deutschland auch
staendig und da wir in einer Gruppe waren, habe ich mich keinerwegs bedroht
gefuehlt. Trotzdem haben Passanten uns angesprochen und gebeten einfach weg zu
gehen.
Nachmittags haben wir die „school of air“ besucht. Das ist eine Schule die
ueber ein Skypeaehnliches Netzwerk laeuft und Schueler in sehr abgelegenen
Regionen irgendwo im Outback unterrichtet.
tag 10: Alice Springs ->
Brisbane (3053 km)
Am allerletzten Tag haben
wir nur das Camp aufraeumt und dann ging es auch schon zurueck nach Hause...
Definitiv eine der besten Erfahrungen und Erlebnisse meines Lebens! Fotos: https://www.dropbox.com/sh/sg9d7vu3dm3uiov/AACnamih-NikGR5m-23yLYwoa?dl=0