Montag, 2. März 2015

#26 - Ein paar Tage in Sydney - the harbour city


Hier kommt also endlich mein Blogeintrag ueber Sydney. Ich weiS ich habe euch lange warten lassen und ich saS auch wirklich oft vor meinem Laptop und habe diese leere weiSe Seite angestarrt. Versucht irgedwie meine Eindruecke in Worte zu fassen. Ein paar Saetze geschrieben – und wieder geloescht. Inzwischen ist sogar Herbst und ich bin immer noch nicht dazu gekommen. But here we go – ich fang einfach mal irgendwie von vorne an und versuche irgendwie rein zu kommen. Die Bilder findet ihr uebrigens wieder in der Dropbox unter https://www.dropbox.com/sh/7fo21e25pf7hbx5/AACg0T54IEiyY6jiH-nbpMqda?dl=0 :)

Tag 1 – Travel und Darling Harbor

Dienstagnachmittag wurde ich nach der Schule von einem Shuttlebus abgeholt und zum Flughafen gebracht. Nur fuer den Fall, dass irgendwas schief geht, hatte ich den Shuttle auf 3.45 gebucht und war letztendlich fast 3 std eher da. Da ich mich im Internet shcon eingecheckt hatte und es auf dem kleinen Flughafen an der Sunshine coast auch nur ein paar ueberteuerte Shops gibt, saS ich da so 3 Std rum und habe Schokolade gegessen. Wenigstens gab es ja freies WLAN – und da sind wir dann auch an dem Punkt wo der letzte Blogpost aufgehoert hat.

Nach einem entspannten 2 einhalb Stunden Flug (leider nicht am Fenster, weshalb ich den spektakulaeren Sonnenuntergang nur ueber 4 Leute hinweg sehen konnte und leider kein Foto fuer euch machen konnte) war ich dann also auch schon in Sydney. Wie schnell das geht... Setzt man sich ins Flugzeug, schlaeft 2 Stunden und hoert Musik und ploetzlich ist man in einem ganz anderen Part von Australien – 1013 km weiter suedlich. „Mal eben so.“ Schon verrueckt irgendwie. Naja wie auch immer – nachdem ich dann endlich meine Pick up Company gefunden hatte (die Royal Limousines hieS und tatsaechlich mit einem Limousinenartigen Fahrzeug Leute abgeholt hat) wurde ich zum Hotel gefahren und bin dort sogar gut eine Stunde eher angekommen als geplant. Wegen der Zeitverschiebung war es aber trotzdem schon 10 Uhr abends.

Wir sind dann abends noch durch Chinatown zum Darling harbour gegangen. Allererster Eindruck von Sydney : Nicht so GroSstadtmaeSig wie ich es mir vorgestellt hatte und wunderschoen.

Tag 2 – Mama’s Geburtstag, Sydney im Hellen, Sightseeing

Mama’s Geburtstag haben wir ganz gemuetlich mit einem Fruehstueck auf der Terasse (mit Blick ins Gruene) begonnen und sind dann schlieSlich zu unserer Sightseeing tour aufgebrochen. Erster Eindruck von Sydney im Hellen : immer noch nicht soo groSstadtmaeSig, alles in erreichbarer Naehe, unendlich viele Jogger (wir haben uns fast unsportlich gefuehlt, weil wir nur gegangen und nicht gerannt sind), wunderschoen und definitiv eine Stadt wo ich mir vorstellen koennte zu leben (waeren da nicht die teuren Mieten).

Unser Hauptziel waren natuerlich das Opera House und die Harbor Bridge, aber auf dem Weg dahin sind wir so einigen anderen Sehenswuerdigkeiten ueber den Weg gelaufen. So waren wir beispielsweise im Hyde park und in der St Mary’s Cathedral. Von dort sind wir an der State Libary von New South Wales vorbei in die Royal Botanical Gardens gegangen. Die Royal Botanical Gardens sind rieeeeeesig – die Flaeche erstreckt sich ueber 30 hectar. Ungefaehr 3 einhalb millionen Leute besuchen die Gaerten jedes Jahr. Dennoch war es nicht ueberfuellt. Viele Leute sind durch den Park gejoggt (die NSWer sind scheinbar noch sportlicher als die Queenslaender) oder haben sich auf den Wiesen nieder gelassen um Gymnastik zu machen, zu lesen oder zu lernen. Alles in einem ein sehr friedlicher, entspannter Park. Wir haben dort Lunch gegessen und Mama hat zum ersten Mal mein geliebtes Gingerbeer probiert. Beim durch den Park spazieren sind wir mehr oder weniger fast zufaellig von hinten auf die Oper zu gekommen. Die Oper ist ueberraschenderweise eher in einem cremigen beige und gar nicht so weiS wie es auf den Bildern immer aussieht. Es ist ein wunderschoenes Gebaeude und es war unglaublich dieses Gebaeude, dass ich nur aus Filmen und von Bildern kenne, mit eigenen Augen sehen zu koennen. Bilder sagen mehr als Worte – die schoensten Bilder findet ihr natuerlich wieder in der Dropbox ;-) Von der Oper aus haben wir noch einen Abstecher zum Parlamentshaus gemacht und sind dann bis zur Harborbridge gelaufen und haben die natuerlich auf (zu FuS) ueberquert. Von dort aus hatte man noch einmal einen tollen Blick auf das Opera House und man konnte nun auch sehen, dass sich das Opernhaus auf einer Halbinsel befindet. Auf dem Rueckweg haben wir noch in dem historischen Viertel „The Rocks“ gestoppt. Es ist in unmittelbarer Naehe des Circular Quay on Sydney Cove, welches der Platz ist an dem die ersten nach Australien gekommenen Europaeer 1788 ihre Siedlung aufgeschlagen haben. Mit nur 614 Einwohnern ist „The Rocks“ nur ein sehr kleines Viertel und mehr Touristenattraktion als tatsaechlicher Wohnort. (Nur um mal ein paar Fakten einflieSen zu lassen). Zur Ueberraschung fuer Mama ging es abends noch in den Sydney Tower, wo wir bei Blick ueber die Stadt Dinner vom Buffet gegessen haben. Das Restaurant hat sich ganz langsam gedreht, sodass man die ganze Stadt sehen konnte. Als wir kamen war es noch hell, aber wir haben die Sonne verschwinden sehen (auf magische Weise ohne groSen Sonnenuntergang) und die Stadt auch im Daemmerlicht und Dunklen betrachten koennen. Und das Nachtischbuffet war unbeschreiblich gut! So haben wir also alle Sehenswuerdigkeiten an einem Tag abgehackt und den Abend mit einem Glaeschen Sekt auf dem Balkon ausklingen lassen.

Tag 3 - Bondi Beach to Cogee Walk

Nach einem gemuetlichen Balkon-Fruestueck ging es am Donnerstag zum Bondi Beach. Dort habe ich die beruehmten Lifeguards aus der TV Serie „Bondi Rescue“ getroffen und auch ein Photo mit ihnen ergattern koennen. Wir haben die Wanderung vom Bondi Beach bis (fast) zum Strand Cogee gemacht – absoulut empfehlenswert! Der Weg geht die ganze Zeit am Meer lang, an tollen Buchten vorbei, mal bergauf, mal bergab und man hat einen unglaublichen Ausblick. AuSerdem gibt es dort einige Pools, die direkt am Meer sind und auch mit Meerwasser gefuellt sind und nur von einigen Felsen vom richtigen Meer und den Stroemungen abgetrennt sind. Die Chance habe ich mir natuerlich nicht nehmen lassen und war in einem dieser Pools schwimmen. Auch wenn es „bloody freezing“ (wie die Aussies sagen wuerden) war, war es ein unglaubliches Gefuehl. Der Boden war voller Algen, aber jedes mal wenn man den Kopf zum Atmen aus dem Wasser gehoben hat, hat man das Meer und die Wellen direkt neben sich toben sehen. Viele Surfer sind von dem Pool aus zum Surfen ins Meer gesprungen. Also falls ihr jemals nach Bondi Beach kommt – diese Pools sind ein absolutes Muss! Incredibly feeling! Wir haben auf dem Rueckweg am Bronte Beach gestoppt und dort ( typisch australisch) Chips (und Salat und Prons) gegessen. Als wir gegen 8 zurueck in Sydney waren, haben wir auf dem Heimweg noch zufaellig ein Video ueber Immigration in Australien am Sydney Maritim Museum gesehen.

Tag 4 – Blue Mountains

Am vierten Tag sind wir mit einer gefuehrten Tour in die Blue Mountains gefahren. (Eine Tour von Oztrails falls es jemanden interessiert – sehr empfehlenswert!) Auf dem Hinweg haben wir beim Olympia Stadium (Olypische Spiele 2000) gestoppt und haben uns dort den Volonteer walk angeguckt. Die Regierung hat circa. 50 Saulen aufgestellt auf denen in alphabetischer Reihenfolge jeder einzelne der ungefaehrt 30,000 freiwilligen Helfer namentlich aufgelistet ist. AuSerdem waren dort die Bestzeiten und Rekorde einer Sportler bekannt gegeben – bis zu den Olypischen Spielen fehlt mir noch ein ganz kleines bisschen Training musste ich feststellen.
Unser Busfahrer war sehr unterhaltsam und hat viel ueber die Geschichte Australiens erzeahlt. So habe ich zum Bespiel gelernt, dass Australien 1915 im ersten Weltkrieg in der Schlacht von Gallapoli auf der tuerkischen Halbinsel Gallapoli aus Loyalitaet zu GroSbritannien mitgekaempft hat (und verloren hat). Und das obwohl Australien erst seit 1901 als Commonwealth of Australia formiert ist. Die Niederlage im ersten Militäreinsatz des Landes gilt vielen Australiern als Geburt der Nation und wird noch heute als ANZAC day zelebriert. Genug geschichtliches – wir haben am Parramatta River eine Kleinigkeit gegessen, bevor es richtig in die Blue Mountains ging.
In den Blue Mountains habe ich meinen ersten richtigen Wasserfall gesehen und wir haben einen kleinen Walk durch den Regenwald gemacht. Die Blue Mountains heiSen uebrigens Blue Mountains, weil die Eukalyptuswaelder einen Dunst ausstoSen, der die bewaldeten Berge blau erscheinen laesst.
Mittags haben wir fuer Lunch in Leura gestoppt. Dieses kleine Staedtchen hat mich sehr an Montville erinnert, war jedoch noch touristischer.
Nachmittags haben wir die Felsormation „Three Sisters“ angesteuert und haben dort die Moeglichkeit bekommen die „Scenic World“ zu besuchen – einige Fahrten mit Gondelartigen Gefaherten. Ich habe es gemacht und finde, dass es sich nicht wirklich gelohnt hat. Man hat einen schoenen Blick gehabt, aber es war so voll, dass man letztendlich doch keine besonders auSergewoehnlichen Fotos bekommen hat. Mama hat in der Zeit einen Walk zu den Wasserfaellen gemacht. Das hat sich sicherlich mehr gelohnt.
Auf der Rueckfahrt hat unser Guide uns noch die Aboriginalgeschichte zu der Felsformation „Three sisters“ erzaehlt und wir haben uns eine aboriginalzeichnung angesehen.
Beendet wurde die Blue Moutains Tour mit einer River Cruise zurueck nach Sydney.

Wir haben dann abends noch im Hard Rock Cafe am Darling Harbor gegessen. So richtig empfehlenswert war das Essen nicht, aber wenn man schon in Sydney ist, muss man ja auch einmal im Hard Rock Cafe gewesen sein. Oder? Am Darling Harbor waren auSerdem einige StraSenkuenstler und die Atmosphaere war sehr schoen. Und damit ging dann unser letzter tag in Sydney auch schon vorbei.

AbschlieSendes Resultat ueber Sydney : Eine wirklich schoene Stadt – der erste Eindruck hat nicht getaeuscht. Die Bevoelkerung dort ist unglaublich sportlich, so dass man unwillkuerlich motiviert wird. Ueberall gibt es offentliche outdoor Fitnessparks, outdoor Fitnessstudios, es laufen einem mehr Jogger als Spaziergaenger uber den Weg und mit den vielen kleinen und groSen Parks gibt es ausreichend Gelegenheit fuer eine kleine Fitnesseinheit. Die Einwohner sind nett und freundlich und Bondi Beach ist atemberaubend schoen. Defintiv eine Stadt in der ich mir vorstellen kann fuer eine Weile zu leben!

Die Reise ging am naechsten tag weiter an die Gold Coast und von dort ueber Brisbane nach Hause, aber das ist ein anderes Abenteuer :D – von dem ich im naechsten Blogpost berichten werde... AuSerdem ist noch jeweils ein Blogpost ueber Moreton Island/Tangalooma Resort und den Swimming Carnival geplant.


Also stay tuned – bleibt dran! ;-)

Bis bald und sonnige GrueSe aus dem herbstlichen Australien (fuer Donnerstag sind trotzdem 36 Grad angesagt)!
Eure Pauline



PS: Bilder in der Dropbox unter https://www.dropbox.com/sh/7fo21e25pf7hbx5/AACg0T54IEiyY6jiH-nbpMqda?dl=0 :)

Dienstag, 3. Februar 2015

# 25 - kurzpost auf dem weg nach sydney

Halli Hallo,

ich melde mich grade vom Flughafen aus, denn ich bin auf dem Weg nach Sydney. Ich muss noch eine Stunde auf meinen Flug warten und hab freies WLAN und da ich die zwei kleinen shops schon 20 mal durchlaufen hab und auch schon überfressen bin, dachte ich , ich schreib mal einen kurzen blogpost.

In der Schule ist es jetzt etwas besser. Ich habe work ethics in hospitality yr 11 gewechselt und habe das jetzt mit Freunden zusammen :) und meine matheklasse habe ich auch gewechselt und bin jetzt in Jack's Matheklasse. Die Lehrerin ist zwar schrecklich inkompetent , aber wenigstens hab ich wen zum reden :) ich bin mir nicht sicher ob ich in meiner kunstklasse bleibe, weil alle so unglaublich begabt sind und meine Ideen sind nie tiefgründig genug. Und ich hab niemanden zum reden... Vielleicht Wechsel ich in Lena's engineering class. Hört sich nach nem coolen Fach an.

Als ich heute von der Schule gekommen bin, hatte ich nur 10 min Zeit bis ich von einem Airport Shuttle abgeholt und zum Flughafen gebracht wurde. Und jetzt Sitze ich hier seit viertel nach 4... Mein Flug geht um 6:45, also in ungefähr einer Stunde. So ziemlich alle allein reisenden machen grade selfies, fällt mir so auf :D als ich am Flughafen angekommen bin, waren am ganzen Flughafen nur 2 andere Reisende und ich musste beim security check erstmal nach dem Personal fragen. Die hatten sich nämlich gemütlich zum Kaffee trinken hin gesetzt. Ja ja die Aussies halt :D

Also ich bin dann mal "OFF TO SYDNEY" ♥
Catch ya l8r Cali (thats how the aussies call caloundra - möchtegern Kalifornien haha)

Bis bald ♥

Eure Pauline

Freitag, 30. Januar 2015

#24 - back to school



Nach zwei wundervollen Ferienmonaten, ging dann schlieSlich am Dienstag die Schule wieder los. Ich hatte mich eigentlich drauf gefreut, weil dann endlich mal wieder etwas passiert. Denn Ferien werden nach zwei Monaten auch recht langweilig. Irgendwie macht man jeden Tag nur das Gleiche.  Die Vorfreude war dann aber doch unbegruendet und ich wuensche mir so sehr wieder Ferien zu haben. Ich hatte extra keine Faecher gewechselt, damit ich in den gleichen Klassen bleibe und nicht wieder ganz von vorne anfange.Aber tja, neues Schuljahr, neue Klassen. In fast jedem Fach (auSer in Mathe und Kunst wo ich die Klassen nicht leiden kann), bin ich in einer neuen Klasse mit neuen Lehrern. Ich dachte ich wuerde inzwischen so einigermaSen alle kennen, aber nein – in meiner Englisch klasse kannte ich genau zwei Personen. Die anderen hatte ich vorher noch nie gesehen.

Der Tag startete mit einem groSen Assembly wo wir unsere Stundenplaene bekommen haben. Wir saSen in unseren Roll class und ich habe irgendwie keinen Stundenplan bekommen und es war sowieso alles etwas durcheinander. Am Ende hat sich dann herausgestellt, dass meine Rollclass aufgeloest wurde, weil dort nicht genug Leute waren (meinem Nachnamen zu verdanken). So musste ich dann rumlaufen und Lehrer fragen ob sie wissen in welcher Klasse ich jetzt bin, bis ich irgendwann rausgefunden habe, in welche Klasse sie mich reingesteckt haben. Immerhin sind dort ein paar Leute die ich schon mal gesehen habe.

Mathe war immer mein Lieblingsfach hier, weil ich das mit so vielen meiner Freunde zusammen hatte. Alle meine Freunde sind jetzt aber warum auch immer in einer anderen Klasse (okay, einige auch zurueck in „ihrem Land“) , so dass ich dann Dienstag ganz verloren und allein in dieser 10er-Reihe saS. Peinlich. Und der Lehrer hat sich auch nur gefreut, dass ich endlich mal still bin und konzentriert arbeite. Apropos konzentriert arbeiten: ich hatte keine ahnung von dem wiederholungszettel, weil es stoff der letzten schuljahre war und ich dann wieder woerter nicht kannte oder Dinge noch nicht gelernt hatte. Grade an dem Tag waren dann auch zum ersten Mal in 4 Jahren meine Batterien im Taschenrechner alle, so dass ich nichtmal die Aufgaben die ich verstanden habe machen konnte. Great. Und niemand da den ich nach Hilfe fragen kann. Nur der Lehrer der die ganze Zeit verkuendigt, dass dieses Jahr besonders schwer werden wird.

Neues Fach neues Glueck – auf Englisch hatte ich mich den ganzen Tag einigermaSen gefreut, weil ich meine Englischklasse so gerne mag. Tja, bloed gelaufen , weil ich dann ja in der neuen Klasse war und niemanden kannte.  Wenigstens ist der Lehrer aber ganz witzig und dachte auch erst, dass ich Australierin bin.
„Well if you are already 6 months here... come on you are almost local! You got the Aussie slang and the tan already, when do you get your citizenship?”


In Kunst war unsere Lehrerin nicht da und alle haben sich von mir weggesetzt. Herzlichen Dank dachte ich nur. Bin dann etwas aufgerueckt, aber irgendwie sitze ich immernoch abseits und es ist auch kein anderer Platz frei.  Meine Bilder und mein „art diary“ vom letzten Jahr sind auch irgendwie auf mysterioese weise verschwunden.

Wenigstens in Geography bin ich noch in der gleichen Klasse und es hat sich auch niemand von mir weggesetzt. Nicht schlecht. Habe sogar ein bisschen mit den Typen von meinem Tisch geredet. Also so circa 5 Saetze in 70 min, aber naja immerhin. Wir fahren im zweiten Term auf eine Researchfahrt fuer 3 Tage nach Fraser island und es kostet sogar nur $165. Lichtblick des Jahres? Muss nur noch irgendwen meiner Freunde dazu bringen in das Fach zu wechseln, denn mit den Jungs mit denen ich gelegentlich einen Satz rede werde ich wohl kaum 3 Tage lang verbringen koennen.


Mittwoch war dann ja zum Gleuck schon wieder frei und ich habe mich mit einem Kumpel aus meiner PE class getroffen. Er hat mir Skateboarden und Pool (Billiard) beigebracht :)

Donnerstag (Heute) musste ich dann aber wieder hin und war schon so richtig unmotoviert, aber habe trotzdem einfach mal auf das beste gehofft. Der Tag begann mit PE und das war sogar ganz ok. Jetzt habe ich grade „work ethics“ und ich hatte keine Ahnung was das Fach ist oder warum ich in dem Fach drin bin. „Ich guck es mir einfach mal an, vielleicht sind die Leute ja nett oder das Fach macht SpaS“. Oder halt auch nicht. Das Fach ist eigentlich nur eine beaufsichtigte Freistunde in der man nicht reden darf und Hausaufgaben machen soll und ist fuer Leute die ein anderes Fach abgewaehlt haben um sich mehr auf die anderen 5 Faecher konzentrieren zu koennen. „Vielleicht sind ja die Leute nett“. Da meine Rollclass gleich neben an war, war ich frueh da und habe mich einfach mal an einen Dreiertisch gesetzt. Irgendwer wird sich schon neben mich setzen. Es kamen dann auch Leute die ich kannte und ich habe sie angelaechelt und wollte Hallo sagen – allerdings haben sie nicht zureuckgelaechelt und sich wo anders hingesetzt. SchlieSlich hat sich dann doch noch ein Typ neben mich gesetzt – hat aber nach 20 sec seinen Tisch und Stuhl zu seinen Freunden verrueckt und jemand anders hat den anderen Tisch genommen. So sitzte ich jetzt hier in der Mitte des Raumes an einem Einzeltisch und alle reden mit ihren Freunden oder arbeiten. Ich habe mich dann einfach mal entschieden zu „arbeiten“. Nach der Pause habe ich Kunst und Englisch und dann als letztes Fach „bright Futures Program“.  Vielleicht wird das ja besser. Einfach mal hoffen. Wenn man einen Film aus meinem Tag machen wuerde, wuerde er wahrscheinlich „das Opfer“ heiSen.

Die Schule faegt jetzt auch schon um 8 an und der Schulbus faehrt jetzt um 7.30. Mit lang ausschlafen also auch nichts mehr. Ich dachte wir haben dann auch eher Schluss, aber nein, die Stunden dauern jetzt einfach 70 min – also 20 min laenger. Super.

Die ganzen neuen Internationals sind im 10. und 11. Jahrgang und die meisten sind soo jung :o bis zu 2 einhalb Jahre juenger als ich... Vielleicht haette ich doch nur ein halbes Jahr machen sollen – aufhoeren wenn’s am schoensten ist. Aber naja das kann ich jetzt auch nicht mehr aendern, also krieg ich das jetzt irgendwie auf die Reihe. Irgendwie. Generell fuehlt sich alles an, wie noch mal ankommen. Nochmal diese ganzen Stunden wo man alleine in einer Klasse sitzt und niemandem zum Reden hat. Der einzige Unterschied ist, dass die Aussies sich nichtmal mehr die Muehe machen sich vorzustellen und ich mich nicht in der Schule verlaufe. Ploetzlich erinner ich mich wieder, wieso ich diese Schule am Anfang so gehasst habe und nach Moeglichkeiten gesucht habe, die Schule zu wechseln. Ploetzlich erinner ich mich wieder an die grausame Anfangszeit. Und alles was ich tun kann ist durchatmen und weitermachen. Weiterkaempfen und versuchen zu ueberleben und das Beste draus machen. Versuchen die naechsten 5 Monate zu wunderbaren 5 Monaten zu machen.

Ich musste grade mal meinen Frust runterschreiben und ich denke es ist auch wichtig, dass in meinem Blog mal nicht nur drin steht, dass alles super ist. Denn es ist nicht immer einfach einen Austausch zu machen, aber wenn es erstmal gut ist, dann ist es richtig gut. Ich moechte niemanden entmutigen, der ueberlegt einen Austausch zu machen und grade meinen Blog lieSt. Das hier ist nur eine Phase , nur zwei schlechte Tage von 200 wundervollen. Ich wollte nur mal ein realistisches Bild davon geben was ein Austausch wirklich heiSt. Es ist schwer, es ist einsam. Aber nur manchmal . Macht euch keine Sorgen – ich lebe noch und es geht mir auSerhalb der Schule super. Ich versuche lasse mich nicht runterziehen und genieSe trotzdem noch die wundervolle Zeit hier.

(Die Stunde geht immer noch 10 min und ich weiS nicht was ich noch schreiben kann...)

Ich gehe jetzt gleich in der Pause erstmal Faecher wechseln. Diese beaufsichtigte Freistunde ist ja wohl der groeSte ScheiS. Und ich will wieder Hospitality (Kochen) als Fach haben! Und ich versuche mal in eine andere Matheklasse reinzukommen. Wahrscheinlich Mathe A. Ein Level runter, sodass ich zumindest verstehe worum es geht.

Ich tue jetzt einfach noch ein bisschen so als wuerde ich etwas tun und drueck euch mal nicht noch mehr Romane auf :D

Also macht’s gut und bis bald <3


Eure Pauline


#23 – Australia day


Vielleicht habt ihr’s in den Nachrichten (oder beim “Dschungelcamp”) gesehen, vielleicht auch nicht – am 26.Januar war Australia Day. Der Australia Day ist Australiens offizieller Nationalfeiertag und erinnert an die Ankunft der First Fleet in Sydney Cove am 26. Januar 1788. Australia Day ist ein öffentlicher Feiertag. Für einige Jahre wurde er am nächstgelegenen Montag gefeiert, um ein langes Wochenende zu ermöglichen. Heute wird er am tatsächlichen Jahrestag zelebriert; fällt dieser jedoch auf ein Wochenende, ist der darauffolgende Montag zusätzlich frei (typisch Aussie – die lassen sich keine freien tage stehlen!). Traditionell werden am Australia Day eine Vielzahl von Veranstaltungen abgehalten. Dazu zählen die Verleihung der Titel des Order of Australia und des Australiers des Jahres sowie Ansprachen des Generalgouverneurs und des Premierministers. AuSerdem bekommen viele „Auslaender“ am Australia Day ihre australische Staatsbuergerschaft in einer Zeremonie verliehen. Familien gehen fuer ein barbie/BBQ (oder auch grillen) an den Strand und verbringen dort den Tag. In den Geschaeften gibt es schon seit nach Weihnachten alle moeglichen Australien-sachen – von Kleidern, ueber Einteiler, Flaggen und Bierkuehlern bis zu Hueten, Brillen und Tatoos. Die ganze Nation spielt verrueckt fuer einen Tag und dresst sich auf. (Ich wurde den ganzen Tag fuer eine echte Aussie gehalten mit meinem Australia bikini und Badeshorts und ueberall lautstark mit „Aussie aussie aussie!“ begrueSt. „oi oi oi!!!“.) Schade, dass es so einen Tag nicht auch in Deutschland gibt...
Am Kings Beach gab es eine Flag raising ceremony, in Buderim eine Parade und in Mooloolaba gab es die beruehmte Havaianas Thongcallenge. (Diese Challenge wird jedes Jahr an ausgewaehlten Straenden in Australien gehalten und das Ziel ist einen neuen Weltrekord mit der laengsten Kette aus FlipFlopfoermigen Luftmatrazen im Wasser aufzustellen.Der Eintritt betraegt $30, beinhaltet aber eine $10 Spende an den Surfclub und eine 2 Meter Thongluftmatraze).

Es gab so viele Veranstaltungen die zur selben Zeit waren, dass es wirklich schwer war sich zu entscheiden. Ich waere wahrscheinlich zur Flag raising ceremony am Kings beach gegangen und danach mit dem Bus zur Thongcallenge gefahren – wenn meine Schulkoordinatorin nicht andere Plaene fuer uns gemacht haette... Morgens um 7.40 haben wir uns mit ihr und den neuen Internationals getroffen um Stand up paddle boarding zu gehen. Es hat total viel SpaS gemacht (auch wenn wir in der Stroemung festgesteckt haben und dann zurueck mit unseren Armen paddeln mussten und meine Arme 4 Tage spaeter immer noch Muskelkater hatten). Trotzdem ein bisschen schade, dass wir deshalb die ganzen traditionellen Aussieveranstaltungen nicht machen konnten. Ich bin dann mit Lena am Strand gewesen und wir haben Lamington (traditionell australischer Kuchen) und Chips (Fish’nd’Chips ist hier auch schon mindestens traditionell :D ) gegessen. Abends habe ich mit meiner Lieblingsaussiefamilie/Maddie’s Familie Abendbrot gegessen und den Abend verbracht. Meine Gasteltern haben leider den ganzen Tag arbeiten muessen und waren abends zum Essen eingeladen.

Es war ein gelungener Tag – ich wuenschte Australia Day waere jeden Monat!

In dem Sinne – aussie aussie aussie, oi oi oi !

Eure Pauline :-)



PS: Bilder wieder per Dropbox unter - > https://www.dropbox.com/sh/ajdr6qi5gmbi0q8/AADQ-e5XRsDclvxS3x0knUhEa?dl=0
Es sind auch einige Bilder vom Rest der Ferien (Australia Day war uebrigens der letzte Ferientag...) drin. Zum Beispiel von dem wunderbaren Tag wo Lena und ich uns das einzige Schloss in ganz Australien angeguckt haben und dort BogenschieSen gelernt haben, bevor wir fast gekoepft wurden (jk). Oder der wundervolle Abend wo ich mit Freunden am Strand gegrillt habe . Ein paar Bilder vom Gold Coast Trip zu Movieworld sind glaub ich auch dabei. Und dann ein paar "Alltagsbilder"aus den Ferien - morningswims, gym, lunch at the beach, und dann ein bisschen am Strand seien, bevor ich mich abends mit Getraenkekuehlern ins Bett lege und versuche bei 27Grad nachttemperatur zu schlafen. Not macht erfinderisch :D

Montag, 19. Januar 2015

#22 - Melbourne



(evening one)
Am 7.Januar ging es fuer mich, meine Gastfamilie und Maddi fuer ein paar Tage nach Melbourne.
Der Flug war erst nachmittags und wegen der Zeitverschiebung (eine Stunde) waren wir erst gegen halb 11 im Hotel. Der Flug war sehr entspannt und turbulenzfrei und am Ende konnten wir aus dem Flugzeug noch ein Gewitter ueber Melbourne beobachten. Im Hotel angekommen haben wir nur unsere Taschen abgestellt und sind uns erst mal ein bisschen umgucken gegangen. Ein bisschen um 11pm durch die Stadt maschiert. Es wirkte total europaeisch, denn es waren noch total viele Menschen drauSen und viele Restaurants hatten noch geoeffnet. Da gab es sozusagen ein richtiges Nachtleben. Wir haben dann um 11 Dinner in einem 24/7 griechischem Restaurant gegessen und das Essen dort war sogar total gut und auch guenstig.

day two

Am naechsten Morgen sind wir wieder eine Stunde in der Stadt rumgelaufen bis wir „das Beste“ Cafe gefunden hatten und dort gefruehstueckt haben (toasted sandwiches). Beim Fruehstueck haben wir uns dann ueberlegt zu welchen Sehenswuerdigkeiten wir wollen. Mit der kostenlosen StraSenbahn sind wir zum Eureka Tower gefahren. Das ist angeblich das hoechste Gebaeude auf der Suedhalbkugel. Mir kam er allerdings recht klein vor, verglichen mit dem Burj Kalifa. Danny und ich sind auch raufgefahren und haben uns Melbourne von oben angeguckt. AnschlieSend sind wir noch zum federation square gefahren, wo wir die australische „je suis Charlie“-Rede nur um wenige Stunden verpasst hatten. Zu dem Zeitpunkt wussten wir von den Geschehnissen in Paris noch nichts und erst als wir 3 Stunden spaeter im Hotelzimmer saSen und den Fernsehr angeschaltet haben, haben wir dort die Liveaustrahlung der Rede vom Federation Square in Melbourne gesehen.Wir haben uns auch Flinders street station angesehen, was ein alter Bahnhof ist. In einer richtigen Kirche/Kathedrale waren wir auf meinen Wunsch auch – die anderen waren nicht so interessiert daran. An der Sunshine Coast gibt es keine richtigen Kirchen, sondern nur „Kirchen“ in normalen Hauesern und mit Plastikstuehlen. Aber keine richtigen, prachtvollen, alten Kirchen aus Stein, mit Bildern und Mosaikfenstern und allem was nun mal zu einer Kirche dazu gehoert. Auc h die Graffitigassen haben wir uns nicht entgehen lassen.
Gegen 2 hatten wir alle Sehenswuerdigkeiten durch und haben uns entschieden uns die Laeden ein bisschen genauer anzugucken... Ich habe Maddi H&M gezeigt (in mebourne ist das einzige H&M in ganz Australien) und sie war absolut ueberwaeltigt von den guenstigen Preisen.
Abends haben wir in einem total teurem griechischem Restaurant gegessen (man merkt halt doch, dass mein Gastvaster Koch ist und immer da essen muss, wo es am Besten ist).
AnschlieSend haben wir uns noch angesehen wie die Feuerwerke beim  Crown Casino aus den Saeulen geschossen kamen.

day three

Und heute hat sich Melbourne wirklich total europaeisch angefuehlt. Sogar das Klima hat sich angepasst. 16 Grad und Regen – obwohl eigentlich Sommer ist und es gestern noch 35 Grad waren. So ging es dann mit langer Hose, Pullover, Lederjacke und Schal zum Shoppen in die warmen Malls mit Maddi. Wir waren in einem DFO (discount factorie outlet), wo alles nur noch halb so viel wie normalerweise gekostet hat. Haben zum Mittag in einem kleinen italienischem Cafe am Melbourne River (Kanal) gegessen. Gegen 3 sind wir schon wieder nach Hause gegangen, weil es einfach zu kalt war. Ich erinner mich wieder wie der deutsche Lifestyle ist und wieso ich in deutschland nicht so viel unternehme wie hier... Abends sind wir italienisch essen gegangen und sind dann zu einer Nachtfuehrung im alten Mebourne goal (gefaengnis) gegangen. Ned Kelly (soeiner wie Robin Hood, wer ihn nicht kennt) wurde dort erhangen. Die Nachttour war total gut, da wir nicht nur rumgefuehrt wurden, sondern die Tour von einem Schauspieler geleitet wurde und man richtig fuehlen konnte wie die Leute sich damals gefuehlt haben. AuSderdem war es bis auf eine kleine Kerze in seinen Haenden dunkel und das hat die Tour noch schauriger gemacht. Also falls jemand mal nach Melbourne kommt : Hungmans Night Tour in the old melbourne goal - $38 fuer Erwachsene und $35 concession. Definitiv empfohlen!

day 4/last day

Eigentlich wollten wir morgens zu irgendeinem Markt, aber da man dort mit den free trams nicht hinkam und fuer die anderen eine extra go card brauchte, haben wir es gelassen und Maddi und ich haben wieder die Geschaefte inspiziert. Ich wil gar nicht wissen wie viel Geld sie ausgegeben hat – am Ende hat sie mit ihre Kreditkarte in die Hand gedrueckt und mich angefleht sie ihr nicht wieder zu geben, bis wir zu Hause sind so dass sie nicht noch mehr ausgeben kann. Ich habe nue $120 inklusive jeden Tag Fruehstueck ausgegeben J Und nachmittags ging es dann auch schon wieder zurueck in die Waerme. So sehr ich die Waerme auch vermisst hatte, als sie dann da war hat es uns alle doch wie ein schlag getroffen. In Wintersachen sind 35 Grad nicht sehr angenehm. Nachts wollten mir dann wieder eine handgroSe Spinne und ein Gecko Gesellschaft leisten und da hab ich mir dann schon wieder gewuenscht zurueck im scheonen kalten Melbourne zu sein.
Bestimmt fragt ihr euch was so mein Eindruck von Melbourne ist und was dort so anders ist. Ich denke mal, meinen Eindruck hat man ja aus den Erlebnissen schon so rausgehoert. Es ist eine wunderschoene, moderene, europaeischwirkende GroSstadt. Voller Vielfalt (ich habe zum Beispiel zum ersten Mal seit ich in Australien bin homosexuelle Paare gesehen), Kunst (es gibt lauter Artgallerien und die Graffitigassen) und Internationalitaet.

Aber was ist anders in Melbourne? - verglichen mit der Sunshine Coast?
1. das Wetter. Am einen Tag 35, am naechsten 16 -  in Melbourne ganz normal.
2. die Leute tragen was sie wollen und nicht alle das gleiche wie an der Sunshine Coast (die typische Australierin hat glatte, sehr lange Haare, ist super schlank und traegt Crop Top mit Highwaisted Shorts)
3. Nachtleben. Habe keinen einzigen Shop gefunden, der wie an der Sunshine coast um 5pm schlieSt.
4. Viel mehr Raucher. An der Sunshine Coast raucht fast niemand.
5. Alkohol im gleichen Shop wie andere Getraenke und Essen. Zwar immer noch in einer extra Abteilung in die nicht jeder reinkommt, aber nicht wie in Queensland in einem extra Laden.
6. GroSstadt, kein Strand – bzw. wir waren dort zumindest nicht am Strand.
7. Total viele Asiaten. „I swear out of 6 people 5 are asian here!“, hat Maddi gesagt. Und das stimmt wirklich. Man hat mehr Asiaten als Australier gesehen.

Scheinbar sehe ich uebrigens doch deutsch aus, denn ein Typ hat mich mit „sprechen sie deutsch“ angesprochen und war dann total ueberwaeltigt, dass ich auch englisch spreche. Mehr als eine Sprache sprechen zu koennen, ist hier sehr selten.

Das waren so meine Melbourne Erlebnisse. Ich habe in der Dropbox wieder ein paar Bilder hochgeladen, die ihr euch unter folgendem Link anschauen koennt: https://www.dropbox.com/sc/25kj82z0ccy76ix/AABtdJgld0R8bJbp_pLjxxkIa

Liebe GrueSe aus der Hitze (schmelze im Moment mal wieder bei 39 Grad vor mich hin und verbringe die meiste Zeit des Tages  im Pool, Meer oder Shoppingcentern mit Klimaanlage)!

Eure Pauline

Dienstag, 30. Dezember 2014

#20 – letzte Schulwochen, fertig mit der 11. Klasse, Sommerferien


Upps… Der letzte Blogeintrag ist ja schon fast einen Monat her… Ich lebe noch!
Die vorletzte Schulwoche war total entspannt.Mussten nur unsere Assignments fertig schreiben und haben in vielen Faechern kleine Abschiedsfeiern gemacht. In der letzen Woche  war Examblock, also musste ich wieder nur kommen wenn ich ein Exam habe. Demnach hatte ich nur Dienstag (Mathe) und Freitagnachmittag (PE) Schule. Ich war viel am Strand, ein paar mal surfen und bin mal wieder ein bisschen rumgekommen.  AuSerdem bin ich jetzt (erstmal) mit dem 11. Schuljahr fertig und kann es eigentlich gar nicht erwarten in die 12. zu kommen und die neuen Internationals kennen zu lernen. Mit einer Brasilianerin hatte ich schon Kontakt, weil sie dachte ich waere ihre Gastschwester. Das hat sich aber leider als Verwechselung herausgestellt, weil naechstes Jahr noch eine andere Pauline und eine Paulina kommen. Ob ich dann wohl endlich mal einen Spitznamen bekomme?

Am So, 23.11 war ich morgens mit Sophie und meiner Gastmutter auf einem Charitysilberverkauf. Der Erloes des gekauften Silberschmucks geht an arme Familien in Bali und Tailand. AnschlieSend war ich mit Sophie in einem Aqua Fun Park. Das ist so aehnlich wie diese Indoorspielepaerke die wir in Deutschland haben. Also ganz viele Trampoline, Huepfburgen, Rutschen und so weiter. Der Unterschied: Es war drauSen und im Wasser. Es hat total viel SpaS gemacht. Da es in der Mitte vom Nirgendwo war haetten wir normalerweise 5km bis zur Bushaltestelle laufen muessen. Willkommen in Australien.  Aber die Besitzerin des Parks wollte sowieso grade in die Stadt fahren um neues Eis fuer das Kiosk zu kaufen und hat uns mitgenommen. Spaeter haben wir noch lecker bei Oliver Brown (schokoladen cafe) schoko fondue mit erdbeeren und churros gegessen. Abends sind wir noch von meinem Haus zu ihrem gegangen (ca.4km) und ich auch wieder zurueck. Sogar das „spazieren gehen“ hat so viel SpaS gemacht, mit Sophie hab ich einfach immer SpaS. Es wird so langweilig in Australien, wenn sie weg ist L
am Do, 27.11 war ich mit reina nochmal in Noosa, weil sie noch nie da war und Samstag nach Hause geflogen ist. Sind schon morgens um halb 7 los gefahren und waren dann schon um 9 da. Sind den gesamten Weg durch den Nationalpark gegangen. Es war wunderschoen. Am naechsten Tag hatten wir dann unsere Danceassignment in PE (A- fuer Walzer und Jive) und sie hatte eine kleine Abschiedsfeier. Und am Samstag ist sie dann auch schon nach Hause geflogen L Ich habe sie zusammen mit ihrerGastmutter zum Flughafen gebracht und ich war so traurig, dass sie schon nach hause muss.

So, 30.11: Morgens um 6 ging es los – Richtung Surfers Paradise. Sophie und ich haben dort gefruehstueckt, waren schwimmen und haben uns alles ein bisschen angeguckt. Spaeter sind wir dann in den Freizeitpark SeaWorld gefahren. An alle die frueher auch immer H2o-Ploetzlich Meerjungfrau geguckt haben: der Park wo Cleo gearbeitet hat. Haben viele Delphine, Seerobben, „fairy penguins“ und einige andere Tiere gesehen und uns auch eine Jetski, Seal und Dophinshow angeschaut. Nichtmal die 4 einhalb Stunden Zugfahrt (ein Weg) waren langweilig mit Sophie.Zum Glueck sind wir an einem Sonntag gefahren, sodass ich die Fahrtkosten nicht bezahlen musste. Nach der 9. Fahrt bezahlt man hier naemich nicht mehr. Und da ich ja jeden tag zur Schule und zurueck fahre, ist am Freitagnachmittag alles frei.
Mo, 1.12.: Mein Dezember hat sehr gut angefangen. „Let’s make it a december to remember“. Alle haben gesagt, dass man keinen Schneemann aus Sand –also einen Sandmann- bauen kann, aber Sophie und ich haben es nach einer Stunde trotzdem irgendwie hingekriegt.
Die erste Ferienwoche habe ich sehr entspannt erlebt. Ich habe endlich mal wieder ausgeschlafen, das Haus nicht vor 10 verlassen, mich mit vielen Freunden getroffen (und musste mich auch von vielen verabschieden), mit Sophie anlaesslich unserer Bucketlist auf dem Trampolin geschalfen (nicht zu empfehlen. sehr unbequem!), war im Kino, hatte eine  SLS Patrol und war Weihnachtsgeschenke kaufen. Die weihnachtliche Stimmung kommt trotz 35 Grad und Strand auf. Und seit dem 8.Dez steht auch unser Weihnachtsbaum. War sehr komisch dieses Jahr nicht einen im Weihnachtsbaumverkauf auszusuchen, sondern ihn aus dem Schrank zu holen und die Plastikzweige zusammenzustecken. Nikolaus wird hier leider gar nicht gefeiert und Advent auch nicht. Habe mich an Nikolaus aber mit deutschen Freunden getroffen und nachdem wir im Kino waren haben wir noch am Strand gesessen, heiSe Schokolade getrunken und den Regen genossen. Im Moment haben wir naemlich fast jeden Tag Gewitter und der Himmel ist in letzter Zeit fast so grau wie in Deutschland. Aber wenigstens regnet es jetzt wieder, sodass wir prinzipiel laenger als 5 min duschen koennen.
Ich hoffe ihr genieSt alle die winterliche Adventszeit, ich genieSe die sommerliche Vorweihnachtszeit in vollen Zuegen!

Mal sehen ob ich mich vor Weihnachten nochmal melde oder erst nach Weihnachten... Ich wuensche vorsichtshalber schonmal frohe Weihachten und einen guten Rutsch ins neue jahr 2015.

Eure Pauline :)
 

#21 - my very special Xmas 2014

Hallo ihr Lieben,


hier also der angekuendigte Blogpost. Sicherlich seit ihr schon ganz gespannt wie ich dieses Jahr Weihnachten verbracht habe. Eins verrat ich euch: Es war sehr, sehr anders. Aber trotzdem gut.

Da Weihnachten hier am 25.12. gefeiert wird, war am 24. ein ganz normaler Arbeitstag. Manche haben von dem Tag zwar als "Christmas Eve" gesprochen, aber es war fuer alle nur der Tag bevor Weihnachten. Fuer mich wird der 24. aber immer Weihnachten sein und so habe ich mich mit meiner deutschen Freundin Lena am 24. am Strand getroffen und wir haben unser eigenes kleines Weihnachten gefeiert. Wir haben zusammen die Geschenke geoeffnet die wir von unseren Familien aus Deutschland gesendet bekommen haben und hatten auch gegenseitig eine Kleinigkeit fuer einander. Statt Weihnachtsgans haben wir Fruechtesalat, Lebkuchenherzen aus Deutschland und selbstgebackene Zimtsterne und Gingerbread biscuits (Lebkuchenkekse) gegessen. Wir waren im Meer schwimmen, haben Fotos gemacht und einfach nur unseren ganz besonderen Weihnachtstag genossen. Viele haben uns etwas komisch angeguckt, weil wir am 24. mit Weihnachtsmuetzen am Strand saSen und Geschenke geoeffnet haben. Vielleicht dachten sie wir haben uns im Datum geirrt. Oder einfach angenommen, dass wir zwei von 100000 Touristen sind.

Am naechsten Tag war dann auch fuer die Australier Weihnachten. Als allererstes habe ich mit Mama und Papa geskyped und bin dann mit meiner Gastfamilie an den Strand gefahren. Dort haben wir Fruechtesalat gegessen und Orangensaft getrunken und waren im Meer schwimmen. Da meine Gasteltern selber erst seit 12 Jahren in Australien leben und eigentlich aus GroSbritannien sind, machen sie jedes Jahr ein typisches Weihnachtsfoto, welches sie dann an alle Verwandte und Freunde "in der heimat" senden. Dieses typische Weihnachtsfoto und mehr Foto findet ihr unter diesem Link :


 https://www.dropbox.com/sh/s17la93txh9k931/AADkcJ7jYiNXB7LvjantAi6ha?dl=0 . (Ich habe die Bilder diesmal in einer verminderten Qualitaet bei Dropbox hochgeladen. Da unser Internet im Moment sehr langsam ist, wuerde es naemlich leider Ewigkeiten dauern sie direkt hier hoch zu laden.) In Bikini am Strand, mit dick Zink(besonders dickfluessige und schuetzende Sonnencreme fuers Gesicht) auf der Nase und der Weihnachtsmuetze auf dem Kopf - alles bei sonnigen 30 Grad - wurde also dieses Jahr der Weihnachtstag begonnen. Nach ein bis zwei Stunden sind wir wieder zurueck nach Hause gefahren und haben die Geschenke beim groSen traditionell englischem fruehstueck (bacon, ei, baked beans, toast, wuerstchen) ausgepackt. Ich habe von meiner Gastfamilie ein Parfum vom BodyShop, Klamotten und Schmuck bekommen und sogar von der einen befreudeten Familie einen $20 Shoppinggutschein bekommen. Ich haette ueberhaupt nicht damit gerechnet so viel zu bekommen. Gegen 11 sind wir dann nach Brisbane zu Jane's Schwester, also meiner Gasttante gefahren und haben dort den Tag verbracht. Meine Gasttante Roisin (aus Schottland) und ihr Mann Carl (aus England) haben zwei kleine Kinder (Patrick Byron - 5 und Sadie Grace - 3), mit denen ich viel Zeit verbracht habe. Wir haben groeStenteils kalt gegessen, weil man bei 35Grad nun wirklich nichts heiSes, fettiges essen moechte und zum Nachtisch gab es Pavlova *.* Abends sind wir gegen 9 wieder gekommen und waren alle total fertig.


Am zweiten Weihnachtsfeiertag (hier Boxingday genannt), hat Danny schon wieder gearbeitet und ich bin alleine zu den Boxing Day Sales gefahren. Shoppen an Weihnachten? Jap. Zweiter Weihnachtsfeiertag und alle Geschaefte haben selbstverstaendlich wieder geoeffnet und locken mit ihren 70% reduziert Schilder halb Australien in die SHoppingcenter. Und das war es dann schon wieder mit Weihnachten.


So richtig in Weihnachtsstimmung war ich an Weihnachten selber nicht, weil es einfach viiiiiiel zu heiS war und es nur ein bisschen mit der Familie zusammen sitzen war. Ich hatte mehr das Gefuehl Geburtstag zu haben und deshalb so viele Geschenke auspacken zu duerfen.

Advent wird hier ja leider gar nicht gefeiert und das ist somit dieses Jahr komplett untergegangen. Traditionelles Keksebacken (Zimtsterne, Shortbread, GIngerbread) mit Weihnachtsliedern gab es aber trotzdem und wir hatten auch alles wunderbar geschmueckt. Alle Haeuser waren mit ganz vielen Lichterketten geschmueckt und abends saSen wir oft zum Abendbrot auf der Terasse. haben auf die Stadt runtergeguckt und das Lichtermeer bewundert. Es gewiittert und regnets fast jeden Abend, manchmal haben wir sogar Stromausfall. Das schlimmste daran ist, ist das dann die Klimaanlage und die Ventilatoren ausgehen.

Kurz vor Weihnachten war ich mit Lena und meiner Gastfamilie bei den "Kings Beach Corals". Am Kings Beach ist eine rieSige Buehne (dort findet ja auch jedes Jahr das Caloundra Music Festival statt) und dort traten dann lauter Saenger auf und alle haben Weihnachtslieder gesungen. Es waren unglaublich viele Menschen dort und die Atmosphaere war wunderschoen. Es war schon dunkel, aber alle hatten unechte Kerzen und das Buehnengeschehen wurde auf Leinwaende uebertragen. Sogar die Songtexte wurden eingeblendet. Ein Krippenspiel gab es nicht, aber ein Pastor hat daran erinnert warum wir Weihnachten feiern und zwischen den Liedern wurden kurze Filmausschnitte der Weihnachtsgeschichte eingeblendet. Die Jungfrau Maria wird hier braunhaarig dargestellt und das Jesuskind wird nicht in einem Stall in Bethlehem sondern in einer Hoehle am Meer geboren.
Es gab auch ganz viele Essensstaende und der Abend war ein bisschen wie Kirmes - Zuckerwatte, Pizza,  gekuehlte Drinks und alles was dazu gehoert. Am Ende (gegen 9) gab es noch ein rieSiges Feuerwerk am Strand. Es war ein wunderbar australischer Weihnachtsabend und wir sind alle in Weihnachtsstimmung gekommen. Fuer die kleinen Kinder ist natuerlich aus Santa (der Weihnachtsmann) gekommen. Der sitzt hier aber generell jeden Tag 5 Std im Shoppingcenter und laesst professionelle Fotos fuer umsonst mit sich schieSen. Wie der das trotzdem noch schafft alle Geschenke zu besorgen, einzupacken und zu verteilen kann er mir ruhig mal verraten...


Das war also mein ganz besonderes Weihnachtsfest. Ich hoffe ihr hattet auch alle ein schoenes (wenn auch nicht weiSes) Weihnachtsfest und habt die ruhigen Tage ein wenig genossen. Auch auf diesem Weg moechte ich mich noch einmal fuer die vielen WeihnachtsgrueSe aus der Heimat bedanken und an alle die an mich gedacht haben. Vielen Dank, ich habe mich sehr gefreut!

Hier nochmal der Link zu den Fotos: https://www.dropbox.com/sh/s17la93txh9k931/AADkcJ7jYiNXB7LvjantAi6ha?dl=0










Euch allen einen guten Rutsch ins neue Jahr. Moege 2015 genauso erfolgreich und wunderbar wie 2014 werden! Ich werde an Silvester uebrigens mit Lena und meinen Gasteltern in Mooloolaba sein, da dort viele Live acts sind und dann aber fuer das Feuerwerk nach Hause fahren und dieses von der Terasse aus anschauen. AngestoSen wird dieses Jahr wohl mit (alkoholfreiem) Gingerbeer oder Orangensaft.

Giten Rutsch und alles Gute fuer 2015!





Liebe GrueSe aus dem sonnigen Australien,
eure Pauline